28. Februar 2014, 11:53 Uhr

13 600 wollen Kinokneipe und Ostentor-Kino erhalten

Der Petitionsgründer hat die Unterstützer-Listen jetzt an die Hausbesitzer übergeben. Die bekräftigen: Eine Eventlocation oder Disco war nie geplant.
Ostentorkino gilt als eines der ältesten deutschen Programmkinos.

Regensburg. Die Zahl ist wirklich beeindruckend. Rund 13 600 Personen haben sich in den vergangenen beiden Monaten für den Erhalt des Regensburger Ostentor-Kinos und der im selben Gebäudekomplex untergebrachten Lokale ausgesprochen. Sie alle fordern, dass die beliebte Kulturstätte in Regensburg erhalten bleibt.
An Weihnachten 2013 berichtete die MZ von der möglichen Schließung des Ostentor-Kinos, einem der ältesten Programmkinos Deutschlands, der Kinokneipe und dem Restaurant Chaplin. Seitdem haben rund 12000 Unterstützer eine Online-Petition unterzeichnet. 1600 haben ihren Namen unter eine zusätzliche Unterschriftensammlung gesetzt. Johannes Zenger, der die Online-Petition ins Leben rief, als er aus der MZ von der angekündigten Schließung erfuhr, hat die Unterstützerliste ausgedruckt und sie zusammen mit der Unterschriftensammlung am Montag an Michael Stark und Florian Schürger von der Eigentümergemeinschaft des Gebäudes übergeben.
Angst vor der Schließung
Wenn die bestehenden Verträge mit der Brauerei Thurn & Taxis Ende 2015 auslaufen, wollen die Immobilienbesitzer wirtschaftlich abwägen, was künftig in dem denkmalgeschützten Gebäudekomplex passieren soll. Achim Hofbauer von der Betreibergesellschaft des Ostentor-Kinos befürchtet, dass die beliebte Kulturinstitution dann Geschichte sein wird. „Meine Intention ist es, das Kino am Leben zu erhalten.“ Die riesige Unterstützungswelle sei für ihn auch eine Bestätigung seiner Arbeit. Bei vielen Regensburgern geht die Angst vor der Schließung um. Das Schreckgespenst hat gar Einfluss auf den Wahlkampf. Mehrere Parteien sagten bereits ihre Unterstützung zu.
Am Montagnachmittag wurde ein Fernsehbericht über die befürchtete Kino- und Kneipenschließung gedreht. Kinobetreiber Achim Hofbauer und sein Vater, das Regensburger Kino-Urgestein Werner Hofbauer, sowie die Immobilienbesitzer Stark und Schürger waren deshalb nacheinander in die Kinokneipe gekommen. Auch Johannes Zenger war dort. „Meine Hoffnung ist nach dem Gespräch nicht gerade größer geworden“, sagt er und spricht von einer „angespannten Lage“ zwischen den Beteiligten.

Erstellt von: hans