31. Januar 2014, 11:51 Uhr

Ostentorkino: Magische Marke geknackt

Bereits 10 000 Unterschriften wurden im Internet gegen die geplante Schließung des Kinos, der Kinokneipe und des Restaurants Chaplin gesammelt.
Das Ostentor-Kino muss voraussichtlich in zwei Jahren schließen.
Von Mathias Wagner, MZ

Regensburg. In der Nacht von Montag auf Dienstag war es soweit: Genau 10 000 Unterstützer haben die Online-Petition für den Erhalt des Ostentorkinos und der beiden angeschlossenen Lokale Kinokneipe und Chaplin unterzeichnet. Rechtliche Auswirkungen hat die Petition jedoch nicht. Die Online-Unterschriftensammlung wurde von Johannes Zenger aus Weiherhammer (Landkreis Neustadt a.d. Waldnaab) bereits am 28. Dezember gestartet – kurz nachdem bekanntgeworden war, dass das Kino, die Kinokneipe und das Restaurant Chaplin Ende 2015 schließen müssen, weil die Besitzer andere Pläne mit der Immobilie verfolgen. Eine Disco oder eine Eventlocation wurden dabei ins Spiel gebracht. Tausende Regensburger waren vom angedrohten Ende eines der ältesten Programmkinos Deutschlands sowie der urigen Kinokneipe und dem beliebten Restaurant Chaplin enttäuscht. Sie drückten im Internet ihren Protest aus. Innerhalb von nur knapp vier Wochen erreichte eine kurz nach Weihnachten ins Leben gerufene Online-Petition die anvisierte Zahl von 10000 Unterstützern. Auf der Website drückten viele Unterstützer ihre Enttäuschung aus. „Regensburg ohne Ostentorkino, Chaplin und Kinokneipe wäre aktuell ein kulturelles Desaster“, schreibt zum Beispiel Hans Holler aus Regensburg. Annika Fischer aus Nittendorf glaubt sogar: „Nur durch solch jahrelang bestehenden Kultstätten behält eine Stadt Charakter.“ Und Sepp Frank ist sich sicher: „Das Ostentorkino, die Kinokneipe und das Chaplin sind für mich seit Jahren ein fester und wesentlicher Bestandteil der Regensburger Kultur.“
Derzeit hält sich der Kinobetreiber Achim Hofbauer über weitere Gespräche mit den Vermietern bedeckt. Nach MZ-Informationen wird aber weiterhin an einer Lösung zum Fortbestand des Ostentorkinos und der Lokale im selben Gebäude gearbeitet.

Erstellt von: hans